Krankenhäuser gehören zu den technisch anspruchsvollsten Gebäuden. Sie müssen rund um die Uhr Hygiene, Patientensicherheit und Versorgung gewährleisten und zugleich Energie und Betriebskosten begrenzen. Vernetzte Gebäudeautomation verbindet dafür Raumlufttechnik, Klimatisierung, Beleuchtung, Energiemanagement und Facility-Management mit klinischen Abläufen.
Besonders sicherheitsrelevant ist die Raumlufttechnik. In Operationssälen führen geeignete Strömungskonzepte belastete Luft aus dem Kernbereich ab. Schwebstofffilter, definierte Druckverhältnisse und die laufende Kontrolle von Partikeln, Temperatur und Feuchte sichern die geforderten Bedingungen. Isolierzimmer werden dagegen mit Unterdruck betrieben, damit infektiöse Aerosole nicht in angrenzende Bereiche gelangen.
Durch die Kopplung mit dem OP-Management kann die Automation Räume vor einem Eingriff auf Betriebsniveau bringen und außerhalb der Nutzung in einen abgesenkten Zustand versetzen. Das reduziert Leerlaufverbräuche, ohne Mindestwerte zu unterschreiten. Krankenhäuser benötigen nach Angaben der Messe Frankfurt jährlich etwa 300 bis 700 Kilowattstunden Energie je Quadratmeter. Raumlufttechnische Anlagen verursachen davon rund 30 bis 45 Prozent.
Effizienzpotenziale liegen in Wärmerückgewinnung, hocheffizienten EC-Motoren und einer bedarfsgerechten Luftmengenregelung. Voraussetzung ist, dass Hygiene- und Sicherheitsanforderungen Vorrang behalten und Betriebszustände zuverlässig überwacht werden. Übergeordnete Energiemanagementsysteme können Lasten koordinieren und Abweichungen früh sichtbar machen.
BIM-Modelle und digitale Zwillinge unterstützen Planung und Betrieb.
Die ISH 2027 in Frankfurt greift diese Entwicklungen vom 15. bis 19. März 2027 auf. Für Betreiber bleibt entscheidend, Technik nicht isoliert zu beschaffen, sondern Hygiene, Energie, IT-Sicherheit, Wartung und klinische Prozesse in einem abgestimmten Betriebskonzept zusammenzuführen.
Quelle: Messe Frankfurt Exhibition GmbH

