Die EU-Kommission hat einen Vorschlag vorgelegt, durch den künftig auch Bestandsgebäude als „grün“ gelten, wenn ihre Energieeffizienz in den letzten zehn Jahren um mindestens 60 Prozent verbessert wurde. Damit werden Investitionen in die Sanierung energetisch schlechter Gebäude direkt angereizt. „Wer alte, energieintensive Gebäude saniert, wird belohnt“, sagt ZIA-Hauptgeschäftsführerin Aygül Özkan. „Das ist genau der Anreiz, den wir seit Jahren gefordert haben und der bislang fehlte.“ Bisher galten als taxonomiekonform nur Neubauten oder Bestandsgebäude, die ohnehin schon besonders energieeffizient waren. Damit knüpft die Taxonomie erkennbar an den ‚Worst-First‘-Ansatz der EU-Gebäuderichtlinie EPBD an. Mit der neuen Regelung kann jetzt deutlich mehr Anlegerkapital für…
Autor: Yasmin Keller
BML-Vorsitzender Vogt: „Studierende und Fachkräfte werden die Verlierer der aktuellen Mietrechtsnovelle sein“ Mit einem starken Appell richten sich der Bundesverband Micro-Living und seine Mitglieder an Bundesjustizministerin Dr. Stefanie Hubig. Der von ihrem Ministerium veröffentlichte Referentenentwurf zur Novelle des Mietrechts werde in der vorgelegten Fassung sein Ziel eines höheren Mieterschutzes verfehlen, da Wohnraum für relevante Zielgruppen wie Studierende und Fachkräfte aus dem Markt verschwinde. „Schon heute wenden sich Investoren vom Standort Deutschland ab, weil sie veränderte Marktbedingungen fürchten“, berichtet BML-Vorsitzender Michael Vogt. „Bleibt es bei der aktuellen Fassung des Gesetzentwurfs, werden Studierende und Fachkräfte die Verlierer der Mietrechtsnovelle sein.“ Der Verband…
Die Verbände BDH, FGK, ZVSHK, VfW, ZIV, DEN und ZDS fordern, bei der weiteren Ausgestaltung des Gebäudetyps E klare und verlässliche Standards für die Innenraumluftqualität zu verankern. Ziel des neuen Gebäudetyps ist es, Planen und Bauen zu vereinfachen und damit den Wohnungsbau zu beschleunigen. Aus Sicht der Verbände darf diese Vereinfachung jedoch nicht mit einer Absenkung funktionaler, gesundheitlicher und energetischer Mindeststandards einhergehen. Der Gebäudetyp E soll als innovativer Ansatz neue Wege im Wohnungsbau ermöglichen. In der bisherigen öffentlichen Diskussion liegt der Schwerpunkt jedoch stark auf dem Aspekt der Vereinfachung, teilweise verbunden mit dem Verzicht auf technische Anforderungen. Die beteiligten Verbände…
Die Light + Building 2026 machte deutlich, mit welcher Dynamik sich Innovationen in der Branche derzeit entwickeln. Vom 8. bis 13. März 2026 präsentierten 1.927 Aussteller aus 49 Ländern in Frankfurt am Main ein breites Spektrum technologisch leistungsfähiger Lösungen – von der Elektrifizierung und Vernetzung von Gebäuden und urbanen Räumen bis hin zu anspruchsvollen Licht- und Designkonzepten für Architektur, Städtebau und Innenräume. Besonders Technologien wie Künstliche Intelligenz, bidirektionales Laden, multifunktionale Interfaces und vernetzte Lichtlösungen prägten zahlreiche Produkte und markierten den nächsten Entwicklungsschritt für Gebäude, Städte und Lichtdesign. In den sechs Tagen kamen insgesamt 144.767 Besucher aus 143 Ländern nach Frankfurt…
Wenngleich auch das Aufmachungsbild einem logisch und nachvollziehbar erscheint, so wird es in der Branche noch immer nicht ganz verstanden, warum geschlossene, wasserführende Systeme korrodieren können. Ein sicheres Anlagenwasser ist salzarm (< 100μs/cm) und leicht alkalisch (pH 8-9), wenn zudem noch wenig Sauerstoff eindringt ist das Anlagenwasser weitest- gehend stabil und es ist keine Korrosion zu erwarten. Soweit so gut… Korrosionstechnisch dichte Anlage… Es ist von grundlegender Bedeutung, zu wissen, dass sich das Füllwasser einer Heizung in seiner Qualität verändert und nach einigen Betriebs- monaten die Ansprüche an ein Umlaufwasser erreichen muss. Retrospektiv bestanden alte Heizungsanlagen hauptsächlich aus schwarzem, geschweißtem…
Holz ist der wichtigste erneuerbare Energieträger im deutschen Wärmesektor und ersetzt fossile Brennstoffe in erheblichem Umfang. Damit leistet Holzenergie einen zentralen Beitrag zur Wärmewende und zum Klimaschutz. Zu diesem Ergebnis kommt das neue Infopapier „Energie aus Holz: Fossile Brennstoffe erneuerbar ersetzen“ des Fachverbandes Holzenergie e. V. (FVH). Grundlage sind aktuelle Daten der Emissionsbilanz erneuerbarer Energien 2024 des Umweltbundesamtes (veröffentlicht Ende Januar 2026). Im Mittelpunkt stehen sogenannte Substitutionsfaktoren. Sie zeigen, welche fossilen Energieträger durch Holzenergie ersetzt werden. Demnach verdrängt Holzenergie in Zentralfeuerungen von Haushalten und Gewerbe vor allem Heizöl und Diesel (55,4 Prozent) sowie Erdgas (25,9 Prozent). Auch in weiteren Anwendungsbereichen…
Glasfaser und Digitalisierung: Neues Gremium für die Immobilienbranche Die Deutsche Telekom und führende Vertreter der deutschen Immobilienwirtschaft haben in Berlin den Immobilienwirtschaftlichen Beirat (IWB) gegründet. Das neue Gremium begleitet zentrale Fragen der digitalen Gebäudeinfrastruktur – von Glasfaseranschlüssen bis hin zu weiteren Digitalisierungsthemen und künftigen Innovationen – und fördert den branchenübergreifenden Austausch. Erstmals vereint der Beirat Wohnungsunternehmen, Immobilienverwalter, Genossenschaften, Projektentwickler und Verbände in einem dauerhaften Forum. Ziel ist es, den Dialog über digitale Infrastrukturen in Gebäuden strukturiert zu bündeln und bestehende Kooperationen sinnvoll zu ergänzen. „Die digitale Infrastruktur von Gebäuden wird zunehmend ein zentraler Faktor für Wohnen, Bewirtschaftung und Investitionen“, sagt…
Die laufenden monatlichen Hausgelder sind essenziell, damit eine Gemeinschaft von Wohnungseigentümerinnen und -eigentümern ihren laufenden Verpflichtungen nachkommen kann. Die Mitglieder der Gemeinschaft müssen diese daher auch dann erbringen, wenn in der Vergangenheit Jahresabrechnungen nicht ordnungsgemäß erstellt wurden. Die Wüstenrot Immobilen GmbH, ein Unternehmen der W&W-Gruppe, weist auf ein aktuelles Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH V ZR 190/24) hin. Im entschiedenen Fall hatte der Verwalter einer Eigentümergemeinschaft seit Jahren keine ordnungsgemäße Jahresabrechnung erstellt. Dies erfolgte nicht einmal, nachdem die Gemeinschaft gerichtlich dazu verurteilt worden war. Deshalb wollte ein Wohnungseigentümer Druck ausüben, indem er die Zahlung der laufenden monatlichen Hausgelder einstellte. Damit kam…
Studie der Technischen Universität Dresden mit bisher einmaligem Forschungsgegenstand bietet Hilfestellung für die Planung von Heizungssanierungen und -erweiterungen in Kirchen Eine Kombination aus moderat abgesenkter Raumtemperatur, intermittierendem Betrieb der bestehenden Heizung und körpernaher Wärme durch Sitzheizkissen kann Kirchengemeinden helfen, Energiekosten und CO₂-Emissionen deutlich zu senken – bei gleichzeitig hoher Behaglichkeit für Besucherinnen und Besucher sowie stabilen raumklimatischen Bedingungen zum Schutz von Orgeln, Kunstwerken und Bausubstanz. Zu diesem Ergebnis kommt die im Februar 2026 veröffentlichte Studie „Energetische Analyse zu einem Hybridheizungssystem für Kirchen“ der Technischen Universität Dresden (TU Dresden). Erstmals wurde dabei ein Hybridkonzept aus vorhandener Zentralheizung (Erdgas-Brennwertkessel, Fernwärme, Wärmepumpe) und…
Der erneuerbare Heizungsmarkt war auch 2025 von politischer Unsicherheit und einem Abwarten der Heizungskunden geprägt. Nach zwei Jahren mit deutlichen Absatzeinbrüchen zeichnete sich 2025 aber eine Trendumkehr bei Pelletheizungen ab. Mit 35.000 Kaminöfen und Heizungen verbucht die Pelletbranche ein leichtes Absatzplus von 14 Prozent. Die für die Klimaziele notwendigen Austauschraten erreicht der Wärmemarkt immer noch nicht. Die diese Woche angekündigten Anpassungen am „Gebäudemodernisierungsgesetz“ (GMG) scheinen kein deutlicher Impulsgeber für den erneuerbaren Heizungsmarkt zu sein. Der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) rechnet für 2026 daher weiterhin nur mit einem niedrigen Zubau. Stetiges Wachstum verzeichnet hingegen die deutsche Pelletproduktion, die sich mit…
